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War­mer Regen für den Di­cken Turm.

Ess­lin­gen Burg­ver­ein be­kommt wei­te­re Spen­den für die Sa­nie­rung des Wahr­zei­chens – OB will am Ball blei­ben.

Von Alexander Maier

Ess­lin­gen Die Hürde ist hoch: Rund 2,5 Mil­lio­nen Euro sind nötig, damit der Dicke Turm sa­niert und für die Öf­fent­lich­keit wie­der zu­gäng­lich ge­macht wer­den kann. Viele haben sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren für das Ess­lin­ger Wahr­zei­chen stark ge­macht – der Burg­ver­ein und die In­itia­ti­ve Turm­wäch­ter eben­so wie zahl­rei­che Bür­ger und Un­ter­neh­men. Und auch der Ess­lin­ger Ge­mein­de­rat hat zum Ge­lin­gen bei­ge­tra­gen und be­schlos­sen, auf jeden Spen­den-Eu­ro, der in der Sa­nie­rungs­kas­se klin­gelt, einen wei­te­ren aus dem Stadt­sä­ckel drauf­zu­le­gen. Die nächs­te Rate kann die Stadt­käm­me­rin be­reits ver­bu­chen: Ges­tern nah­men OB Jür­gen Zie­ger und Hagen Schrö­ter, der Vor­sit­zen­de des Burg­ver­eins, zwei wei­te­re Groß­spen­den von ins­ge­samt 15 000 Euro ent­ge­gen. Und der nächs­te Spen­den­scheck soll dem­nächst fol­gen, weil Ci­ti­zen Ma­chine­ry als An­sporn in einer li­mi­tier­ten Auf­la­ge Dicke Türme im Mi­nia­tur­for­mat aus Mes­sing fer­ti­gen ließ.

Dass sich so viele Ess­lin­ger mit gro­ßen und mit klei­nen Spen­den für den Di­cken Turm en­ga­gie­ren, über­rascht OB Jür­gen Zie­ger nicht: „Im­mer­hin ist der Turm das Bau­denk­mal mit der höchs­ten öf­fent­li­chen Wahr­neh­mung.“ Zie­ger spürt, dass es vie­len ein gro­ßes An­lie­gen ist, den Turm wie­der für die Öf­fent­lich­keit zu­gäng­lich zu ma­chen. „Die ers­ten ein­ein­halb Bau­ab­schnit­te sind in­zwi­schen fi­nan­ziert“, freut sich der Rat­haus-Chef. An­schlie­ßend soll nicht nur die Burg­stu­be wie­der kom­plett nutz­bar sein – auch die üb­ri­gen Eta­gen sol­len dann per Auf­zug bar­rie­re­frei er­reich­bar sein. Doch der Ober­bür­ger­meis­ter denkt schon wei­ter und hofft, auch die rest­li­chen 1,5 Mil­lio­nen Euro rasch zu­sam­men zu be­kom­men, damit die Stadt bald auch den gro­ßen Saal in An­griff neh­men kann. Und er ist zu­ver­sicht­lich, dass der Ge­mein­de­rat wei­ter am Ball blei­ben wird, wenn die Sa­nie­rung erst ein­mal be­gon­nen hat.

Dass er nun zwei Groß­spen­den ent­ge­gen­neh­men konn­te, freut den OB: „Das ist ein gutes Si­gnal, das hof­fent­lich auch an­de­re zum Spen­den er­mun­tern wird.“ Wie sehr sich viele Ess­lin­ger mit dem Di­cken Turm ver­bun­den füh­len, zeig­te sich auch bei der Spen­den­über­ga­be. Ra­ma­zan Balci, Ge­schäfts­füh­rer des Ess­lin­ger In­ge­nieur­bü­ros Wer­ner & Balci, das 10 000 Euro zur Turm­sa­nie­rung bei­steu­ert, er­in­nert sich noch gut daran, wie er schon als Kind immer gerne auf der Burg ge­spielt hatte. Mit sei­nem Bei­trag zum Ge­lin­gen wolle er die Stadt auch ein biss­chen unter Druck set­zen, am Ball zu blei­ben, mein­te Balci au­gen­zwin­kernd. Wei­te­re 5000 Euro über­reich­ten Elli Ro­der­burg-Schnier­le und Frank Schnier­le im Namen des Au­to­hau­ses Wil­helm Je­sin­ger. Die Fir­men­che­fin fühlt sich dem Di­cken Turm be­son­ders ver­bun­den und wünscht sich, „dass die­ses En­ga­ge­ment auch in die nächs­te Ge­ne­ra­ti­on wei­ter­ge­tra­gen wird“. Dafür, dass das stadt­bild­prä­gen­de Bau­werk im Ge­dächt­nis bleibt, möch­te auch die Firma Ci­ti­zen Ma­chine­ry sor­gen: Pro­ku­ris­tin Ve­ro­ni­ka Neu­meis­ter und der ehe­ma­li­ge Ge­schäfts­füh­rer Jür­gen Lin­den­berg brach­ten zur Spen­den­über­ga­be 100 Mi­ni-Tür­me aus Mes­sing mit. Spen­der, die 100 Euro und mehr für den Di­cken Turm bei­steu­ern, er­hal­ten eines die­ser gold­glän­zen­den Sou­ve­nirs als Ex­tra-Dan­ke­schön.

Hagen Schrö­ter, der Vor­sit­zen­de des Burg­ver­eins, sieht die Zu­wen­dun­gen für den Di­cken Turm als er­mu­ti­gen­des Zei­chen für alle, die sich für die­ses her­aus­for­dern­de Vor­ha­ben en­ga­gie­ren. Und er hofft nun „auf viele Nach­ah­mer“, die dazu bei­tra­gen sol­len, dass die auf­wen­di­ge Sa­nie­rung mög­lichst rasch voll­endet wer­den kann: „Die erste Mil­li­on ist in­zwi­schen bei­sam­men. Das soll­te uns auch für die nächs­ten Schrit­te Mut ma­chen.“

Foto: Bulgrin

Esslinger Zeitung 20.02.2019

 

 

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